„Die Idee des Helfens ist bis heute da“
Gestern Abend: Neujahrsempfang der DRK-Ortsvereinigung Vogelsberg – Heiner Kauck erinnert an alte Tugenden

BIRSTEIN (an). „Die Idee des Helfens ist bis heute da“, fasste Vorsitzender Heiner Kauck gestern Abend beim Neujahrsempfang der DRK-Ortsvereinigung Vogelsberg in Birstein die 150-jährige Geschichte des Roten Kreuzes zusammen. Er hob insbesondere das Engagement der ehrenamtlichen Helfer hervor.
Kreisbeigeordneter Walter Kurzkurt und Bürgermeister Wolfgang Gottlieb vertraten die politischen Gremien des Kreises und der Gemeinde, der stellvertretende Kreisbrandinspektor Karl-Heinz Rothländer und Gemeindebrandinspektor Stephan Richter die Feuerwehren, auch die Ärzte und Apotheker sowie die Vertreter der Raiffeisenbank Vogelsberg, der Birsteiner Volksbank und der Kreissparkasse Gelnhausen waren der Einladung in das Birsteiner DRK-Zentrum gerne gefolgt. Ihnen allen galt der Dank Heiner Kaucks für die Zusammenarbeit und Unterstützung. Der Vorsitzende erinnerte in seiner Ansprache daran, dass Henry Dunant als Reaktion auf die Schlacht von Solferino vor nunmehr 150 Jahren das Rote Kreuz gegründet habe. Diese Organisation, die sich dem Helfen verschreibe, sei heute weltweit tätig. Und Menschen, die sich jahrzehntelang für diese Idee engagiert hätten, auch im Kreisverband Gelnhausen. Das Symbol des Roten Kreuzes stehe für Hilfe und es verbinde Menschen. Es umfasse viele Angebote wie Rettungsdienst, ambulanten Pflegedienst, „Essen auf Rädern“, den Hausnotruf oder den Kleiderladen. Dazu komme das riesige Feld des Ehrenamtes.
Die DRK-Ortsvereinigung Vogelsberg, zu der die Gemeinden Birstein und Brachttal sowie Stadtteile von Bad Soden-Salmünster gehören, habe den Sanitäts- und Rettungsdienst, die Bergwacht, die Wasserwacht sowie das Musik- und Showcorps. Manche gesetzgeberische Maßnahmen, kritisierte Heiner Kauck, bereiteten allerdings Schwierigkeiten, demnächst werde es unheimliche Probleme mit dem Katastrophenschutz geben, denn hessenweit werde es nur noch zwei Sanitäts- und Betreuungszüge geben. „Über die Konsequenzen wird nicht quergedacht.“
In der DRK-Ortsvereinigung gebe es auch viele freudige Ereignisse, zum Beispiel die 40 aktiven Jugend-Wasserwächter, die vielen Jugendlichen in der Bergwacht oder die Jugendlichen im Schulsanitätsdienst. Im letzten Jahr habe das DRK eine Kletterwand gekauft, um bei Veranstaltungen für die Bergwacht zu werben.
Kreisbeigeordneter Walter Kurzkurt überbrachte die Grüße des Landrats und wünschte dem DRK Vogelsberg viel Erfolg. Bürgermeister Wolfgang Gottlieb dankte im Namen der Gemeinde für die gute Zusammenarbeit insbesondere in den Bereichen des Freizeitbades und der Feuerwehren. Die Feuerwehren und das DRK arbeiteten im ehrenamtlichen Bereich sehr eng zusammen, es gebe auch gemeinsame Übungen. Karl-Heinz Rothländer konnte dies seitens des Kreisfeuerwehrverbandes nur bestätigen. Feuerwehren und DRK hätten gemeinsam im Bereich des Katastrophenschutzes gekämpft – und jetzt würden von Bund und Land die Geld- und Sachmittel für diesen Bereich eingeschränkt. Es sei wichtig, dass diese beiden Organisationen vor Ort zusammenarbeiten. Gemeindebrandinspektor Stephan Richter griff den Spruch auf den Brillenputztüchern auf, die die Wasserwacht-Jugend an die Besucher verteilte: „Wir sind für Sie da“. Nichts passe besser zu Feuerwehr und DRK, sie hätten den gemeinsamen Auftrag, der Bevölkerung den Schutz zu gewähren, den sie verdient habe. Und der Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes Gelnhausen, Michael Kronberg, erinnerte daran, dass dieser Kreisverband bereits 1868 gegründet worden sei. In diesem Sommer werde eine Chronik erscheinen, in der auch einiges über die Arbeit im Vogelsberg stehe.
Mit Dank von:
Frank Schäfer, Redaktion Gelnhäuser Tageblatt Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG