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Vom Zivi zur Lehrkraft an der Rettungsdienstschule Gelnhausen

Schulleiter Mirko Scheuplein (rechts) heißt Stefan Angerer als neue Lehrkraft an der Rettungsdienstschule Gelnhausen willkommen

Leiter Mirko Scheuplein begrüßt Stefan Angerer (46) aus Somborn im siebenköpfigen pädagogischen Team der staatlich anerkannten Bildungseinrichtung des DRK-Kreisverbandes Gelnhausen-Schlüchtern.

Für Stefan Angerer (46) hat sich vor wenigen Wochen ein Kreis geschlossen: Als neue Lehrkraft in der Rettungsdienstschule Gelnhausen kehrte der Somborner jetzt zum Roten Kreuz in die Barbarossastadt zurück, wo er einst seinen Zivildienst absolviert hat. Mirko Scheuplein, Leiter der vom DRK-Kreisverband Gelnhausen-Schlüchtern getragenen Bildungseinrichtung, hieß ihn dieser Tage offiziell an der Rettungsdienstschule willkommen, die in erster Linie Notfallsanitäter und Rettungssanitäter ausbildet, aber auch ein umfangreiches Fort- und Weiterbildungsprogramm anbietet.

Stefan Angerer gehört seit dem 1. Juni zum Team der sieben qualifizierten Lehrkräfte in der Rettungsdienstschule Gelnhausen. Sie befinden sich Dank regelmäßiger Weiterbildungen stets auf dem neuesten pädagogischen und notfallmedizinischen Stand, weist Mirko Scheuplein auf das hohe Niveau an der 2014 eröffneten und staatlich anerkannten Bildungseinrichtung hin. Er berichtet: „Unsere Lehrkräfte haben einen pädagogischen oder medizinischen Hochschulabschluss“. Das gewährleistet eine hohe Qualität in der Ausbildung. Immerhin ist die Rettungsdienstschule Gelnhausen Berufsschule für angehende Notfallsanitäter aus den Altkreisen Gelnhausen und Schlüchtern sowie aus den benachbarten Landkreisen Vogelsbergkreis, Wetteraukreis und Fulda.

Stefan Angerer arbeitet seit über 20 Jahren im Rettungsdienst - in den vergangenen drei Jahren als Rettungssanitäter und Leiter der Lehrrettungswache beim Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) Großkrotzenburg, davor unter anderem als Ausbilder in der Lehrrettungswache Aschaffenburg. Nicht zuletzt durch seine heute 15 und 17 Jahre alten Kinder begann der verheiratete Familienvater, sich für Aus- und Weiterbildungskonzepte zu interessieren, berichtet er. Aktuell absolviert Stefan Angerer bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) ein Studium zum geprüften Aus- und Weiterbildungspädagogen. „Ich möchte mein Wissen und die praktischen Erfahrungen, die ich gemacht habe, an junge Menschen weiter geben“, bringt er seine Motivation auf den Punkt.

Durch die zunehmende Digitalisierung – etwa im Bereich der Datenübertragung – wandelten sich die Berufsbilder im Rettungsdienst in den vergangenen Jahren. An ihrer Attraktivität für junge Menschen änderte das jedoch nichts, hat Stefan Angerer festgestellt: „Der Notfallsanitäter ist heute ein abwechslungsreicher, technisch modern geprägter Beruf, bei dem man in vielen Situationen Verantwortung übernimmt“. Herausforderungen, die auch die Persönlickeitsentwicklung der jungen Leute positiv prägten. Für den Somborner selbst gehört das Rettungswesen übrigens von Kindesbeinen an zum Alltag. Grund: Sein Großvater Joseph Weigand arbeitete als Transportsanitäter. „Damals stand der Rettungswagen noch bei meinem Opa zu Hause im Hof. Wenn das Telefon klingelte, musste immer sofort jemand von der Familie abheben, weil es sich stets um einen Notfall handeln konnte. Und als kleiner Junge bin ich immer samstags mit ihm nach Gelnhausen zum DRK gefahren, wenn die Fahrzeuge gewaschen wurden“, erinnert sich Stefan Angerer an die ersten Erfahrungen mit dem Rettungswesen in seiner Kindheit zurück.

Weitere Informationen zur Rettungsdienstschule Gelnhausen finden Interessierte im Internet unter www.rettungsdienstschule-gelnhausen.de.

Text und Foto stammen von Alex Schopbach


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